Das Ergebnis tut weh – die Ausgangslage nicht
Österreich hat das zweite Gruppenspiel der WM 2026 gegen Argentinien mit 0:2 verloren. Gegen den Weltmeister und Turnierfavoriten war am Ende nichts zu holen.
Doch wer nur auf das Ergebnis schaut, verpasst die eigentliche Geschichte dieses Nachmittags.
Denn obwohl Argentinien verdient gewann, hat Österreich keineswegs einen Rückschritt gemacht. Vielmehr zeigte die Mannschaft von Ralf Rangnick, dass sie auch gegen absolute Weltklasse bestehen kann.
Der Traum vom Achtelfinale lebt weiterhin.
Argentinien war besser – aber nicht übermächtig
Die Statistiken sprechen eine klare Sprache:
- Ballbesitz: 54 % zu 46 %
- Expected Goals (xG): 2,62 zu 0,50
- Schüsse aufs Tor: 5 zu 1
- Gewonnene Zweikämpfe: 52 % zu 48 %
Argentinien erspielte sich mehr Chancen und kontrollierte die Partie über weite Strecken. Gleichzeitig wurde Österreich nie vorgeführt.
Die Rangnick-Elf hielt das Spiel lange offen und zwang den Favoriten dazu, konzentriert zu bleiben.
Gerade gegen eine Mannschaft mit der individuellen Klasse Argentiniens ist das keine Selbstverständlichkeit.
Schlager verhindert Schlimmeres
Wenn Österreich nach 90 Minuten nur mit zwei Toren Unterschied verlor, hatte das vor allem einen Grund:
Alexander Schlager
Der österreichische Schlussmann war erneut ein sicherer Rückhalt und bestätigte seine starke Form aus dem Jordanien-Spiel.
Mehrmals hielt er Österreich mit starken Reflexen im Spiel und verhinderte einen deutlich höheren Rückstand.
Gegen einen Angriff mit Weltklassespielern zeigte Schlager, warum er zu den wichtigsten Figuren dieser Mannschaft gehört.
Die Abwehr bestand den Härtetest
Vor dem Spiel hatten viele Experten befürchtet, dass Österreich gegen die argentinische Offensive große Probleme bekommen würde.
Doch genau das trat nur teilweise ein.
Kevin Danso
lieferte wahrscheinlich sein bestes WM-Spiel ab. Der Innenverteidiger gewann zahlreiche direkte Duelle und brachte Stabilität in die Defensive.
David Alaba
zeigte seine ganze Routine und organisierte die Hintermannschaft über weite Strecken sehr ordentlich.
Konrad Laimer
war einmal mehr die Laufmaschine des Teams und stopfte unzählige Löcher.
Auch Xaver Schlager arbeitete enorm gegen den Ball und half dabei, die Räume für Argentinien möglichst eng zu halten.
Das eigentliche Problem lag vorne
Während die Defensive weitgehend überzeugen konnte, blieb die Offensive vieles schuldig.
Ein xG-Wert von lediglich 0,50 zeigt deutlich:
Österreich kam kaum zu klaren Torchancen.
Michael Gregoritsch
hing über weite Strecken in der Luft und erhielt kaum verwertbare Zuspiele.
Romano Schmid
konnte seine Kreativität diesmal nur selten einbringen.
Marcel Sabitzer
arbeitete viel, fand aber kaum Räume.
Marko Arnautović
sollte nach seiner Einwechslung neue Impulse setzen, blieb jedoch weitgehend wirkungslos.
Das größte Problem war dabei nicht die individuelle Leistung einzelner Spieler, sondern die fehlende Durchschlagskraft des gesamten Offensivverbunds.
Paul Wanner macht Hoffnung
Einer der Lichtblicke war erneut
Paul Wanner
Der 20-Jährige zeigte auch gegen Argentinien, warum viele ihn als Zukunft des österreichischen Fußballs sehen.
Immer wenn Österreich spielerische Lösungen fand, war Wanner meist beteiligt.
Seine Technik, Übersicht und Ruhe am Ball waren selbst gegen Weltklassespieler sichtbar.
Es würde nicht überraschen, wenn seine Rolle im nächsten Spiel noch größer wird.
Jetzt kommt das Endspiel gegen Algerien
Die gute Nachricht:
Österreich hat trotz der Niederlage weiterhin alles in eigener Hand.
Das dritte Gruppenspiel gegen Algerien dürfte zum direkten Duell um das Achtelfinale werden.
Dort wird Österreich vermutlich:
- mehr Ballbesitz haben
- offensiver auftreten
- mehr Räume vorfinden
- deutlich mehr Torchancen erhalten
Genau deshalb sollte die Partie gegen Argentinien nicht überbewertet werden.
Warum diese Niederlage wertvoll sein könnte
Große Turniere werden selten durch perfekte Gruppenspiele gewonnen.
Oft sind es gerade die Niederlagen gegen Topgegner, aus denen Mannschaften die wichtigsten Erkenntnisse mitnehmen.
Österreich weiß nun:
✅ Die Defensive kann auch gegen Weltklassespieler bestehen.
✅ Die Mannschaft bleibt über 90 Minuten diszipliniert.
✅ Das Achtelfinale ist weiterhin realistisch.
Die Aufgabe für das Trainerteam ist nun klar:
Mehr Mut.
Mehr Tempo.
Mehr Kreativität im letzten Drittel.
topsites.at Fazit
Argentinien war die bessere Mannschaft und gewann verdient.
Trotzdem gibt es für Österreich keinen Grund zur Panik.
Die Defensive bestand den Härtetest gegen einen WM-Favoriten.
Nun muss die Offensive nachziehen.
Der Traum vom Achtelfinale lebt – und möglicherweise wartet gegen Algerien bereits das wichtigste Spiel dieser österreichischen Fußballgeneration.
Spieler des Spiels (Österreich):
🥇 Alexander Schlager
🥈 Kevin Danso
🥉 Konrad Laimer




