Das Wunder von Kansas City! Kalajdžić rettet Österreich in letzter Sekunde – Jetzt wartet Spanien!

Drama. Emotionen. Hoffnung. Österreich hat sich in einem der spektakulärsten Spiele der bisherigen Fußball-Weltmeisterschaft mit einem 3:3 gegen Algerien den Traum vom Achtelfinale am Leben gehalten. Als viele Fans bereits mit dem Ausscheiden rechneten, schlug Sasa Kalajdžić in der sechsten Minute der Nachspielzeit eiskalt zu und sorgte für pure Ekstase.

Ein Spiel mit zwei Gesichtern

Österreich begann mutig und wurde dafür belohnt. Marko Arnautović brachte die Mannschaft bereits in der 28. Minute verdient mit 1:0 in Führung. Doch anstatt nachzulegen, verlor das Team zunehmend die Kontrolle über das Spiel.

Kurz vor der Pause gelang Algerien der psychologisch wichtige Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel antwortete Marcel Sabitzer zwar mit dem 2:1 und brachte Rot-Weiß-Rot erneut in Front, doch anschließend übernahm Algerien immer mehr das Kommando.

Mit viel Tempo, Entschlossenheit und individueller Klasse drehte die nordafrikanische Mannschaft die Partie. Spätestens nach dem 3:2 in der Nachspielzeit schien das WM-Aus für Österreich besiegelt.

Dann kam Sasa Kalajdžić…

Doch diese Mannschaft gab sich nicht auf.

In der 96. Minute segelte ein letzter Ball in den Strafraum. Dort stand Sasa Kalajdžić genau dort, wo ein Mittelstürmer stehen muss. Der LASK-Stürmer behielt die Nerven und schob zum viel umjubelten 3:3 ein.

Was danach folgte, waren Bilder, die jeder österreichische Fußballfan so schnell nicht vergessen wird: Jubel, Erleichterung und das Wissen, dass die Reise bei dieser Weltmeisterschaft noch nicht vorbei ist.

Keine Glanzleistung – aber große Moral

So wichtig der späte Ausgleich auch war: Österreich wird wissen, dass diese Leistung nicht ausreichen wird, wenn man gegen absolute Weltklasse bestehen möchte.

Über weite Strecken wirkte das Team ungeordnet. Im Spiel gegen den Ball entstanden immer wieder große Räume, die Algerien konsequent nutzte. Auch im Ballbesitz fehlten häufig Tempo, Präzision und kreative Lösungen. Erst gegen Ende entwickelte Österreich jene Leidenschaft und Entschlossenheit, die man sich über 90 Minuten gewünscht hätte.

Gerade deshalb besitzt dieses Unentschieden aber einen besonderen Wert. Die Mannschaft zeigte Charakter. Sie kämpfte bis zum allerletzten Angriff und wurde dafür belohnt.

Jetzt wartet Spanien

Der Lohn für Kalajdžićs Last-Minute-Tor: Österreich lebt.

Nun wartet mit Spanien eine der spielstärksten Mannschaften des Turniers. Die Favoritenrolle ist klar verteilt. Doch genau solche Spiele haben den österreichischen Fußball schon einmal unsterblich gemacht.

Viele Fans erinnern sich an Córdoba 1978. Damals glaubte ebenfalls kaum jemand an eine Sensation.

Kann Kansas City zum Ausgangspunkt eines neuen österreichischen Fußballmärchens werden?

Die Antwort gibt es im Achtelfinale.

Eines steht bereits jetzt fest: Wer diese Mannschaft abschreiben wollte, hat die Rechnung ohne ihren Kampfgeist gemacht.

Danke, Sasa Kalajdžić. Danke für das Wunder von Kansas City.


Spielverlauf

  • ⚽ 28. Minute: 0:1 Marko Arnautović
  • ⚽ 45. Minute: 1:1 Belghali
  • ⚽ 55. Minute: 1:2 Marcel Sabitzer
  • ⚽ 60. Minute: 2:2 Mahrez
  • ⚽ 90.+3 Minute: 3:2 Mahrez
  • ⚽ 90.+6 Minute: 3:3 Sasa Kalajdžić

Fazit: Spielerisch war noch viel Luft nach oben. Mental war diese Mannschaft jedoch außergewöhnlich. Genau dieser Charakter könnte bei einer Weltmeisterschaft noch Gold wert sein.

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