Banken Österreich: Finanzdienstleistungen

  HYPO NOE Landesbank für Niederösterreich und Wien AG
Staat OsterreichÖsterreich Österreich
Sitz St. Pölten
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 53000[1]
BIC HYPNATWWXXX[1]
Gründung 1888, als Landes- und Hypothekenanstalt für Niederösterreich
Website www.hyponoe.at
Geschäftsdaten
Mitarbeiter rund 900
Leitung
Vorstand Wolfgang Viehauser, Udo Birkner
Pfandbrief über 500 Gulden der Niederösterreichische Landes-Hypothekenanstalt von 1895

Die HYPO NOE Landesbank für Niederösterreich und Wien AG (kurz: HYPO NOE Landesbank) ist eine der ältesten und größten Landesbanken Österreichs. Die HYPO NOE Landesbank ist im Konzernverbund ein Partner für die Öffentliche Hand, Immobilien- und Großkunden sowie Privat- und Geschäftskunden im Kernmarkt Niederösterreich, Wien und selektiv in der Donauraumregion. Das Land Niederösterreich ist 100-Prozent-Eigentümer der Bank. Die Strategie basiert auf Regionalität, Kundennähe und Nachhaltigkeit.

Konzernstruktur

Der Konzern der HYPO NOE Landesbank für Niederösterreich und Wien AG besteht aus:

HYPO NOE Landesbank für Niederösterreich und Wien AG

Die HYPO NOE Landesbank hat sich als Konzernmuttergesellschaft des HYPO NOE Konzerns zum Ziel gesetzt, ein sicherer und verlässlicher Partner für die Öffentliche Hand, Immobilien- und Großkunden sowie Privat- und Geschäftskunden im Kernmarkt Niederösterreich, Wien und selektiv in der Donauregion zu sein. Die Schwerpunkte des Produktportfolios liegen in der Finanzierung des sozialen und klassischen Infrastrukturbereichs, Unternehmens-, Projekt- und strukturierten Finanzierungen, ebenso wie Immobilienfinanzierungen und Treasury-Lösungen.[2]

Vorstand HYPO NOE Konzern[3]

  • Wolfgang Viehauser (Marktvorstand und Sprecher des Vorstandes)
  • Udo Birkner (Finanz- und Risikovorstand)

Aufsichtsrat HYPO NOE Konzern[4]

  • Günther Ofner (Vorsitzender des Aufsichtsrates)
  • Michael Lentsch (Vorsitzender-Stv. des Aufsichtsrates)
  • Birgit Kuras
  • Karl Schlögl
  • Hubert Schultes
  • Ulrike Prommer
  • Karl Fakler
  • Johann Penz
  • Peter Böhm (Betriebsrat)
  • Franz Gyöngyösi (Betriebsrat)
  • Claudia Mikes (Betriebsrat)
  • Rainer Gutleder (Betriebsrat)

HYPO NOE Leasing GmbH[5]

Die HYPO NOE Leasing GmbH zeichnet sich insbesondere für das Leasinggeschäft mit der öffentlichen Hand sowie mit Körperschaften öffentlichen Rechts verantwortlich. Kompetenzen sind komplexe Immobilienleasingverträge mit Projektcharakter. Darüber hinaus umfasst das Angebotsspektrum Dienstleistungen und Services für die Abwicklung von Immobilienprojekten sowie die Steuerung und Gestionierung von Gesellschaften.

HYPO NOE Immobilien Beteiligungsholding GmbH

Das Immobiliengeschäft des HYPO NOE Konzerns wird unter dem Dach der HYPO NOE Immobilien Beteiligungsholding GmbH gebündelt und umfasst die HYPO NOE Real Consult GmbH sowie die HYPO NOE First Facility GmbH.[6] Mit dem Hauptziel ein Service aus einer Hand entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Immobilienmanagement anzubieten, werden unterhalb der Holding das Facility- und Property Management, der Bereich Vertrieb/Makelei, die Cross-Selling-Agenden sowie die Bereiche Projektentwicklung und -steuerung geführt.

HYPO NOE Versicherungsservice GmbH

Die HYPO NOE Versicherungsservice GmbH agiert als unabhängiger Makler und betreut die Kunden des HYPO NOE Konzerns in Versicherungsfragen.

Geschichte

HYPO NOE Konzernzentrale.JPG

Gründung & erste Jahre

Der älteste Teil des Konzerns ist die Landesbank, die als Landes-Hypothekenanstalt für Niederösterreich bereits im Jahr 1888 gegründet wurde. Anlässlich der Teilprivatisierung wurden 26 % an die Österreichische Volksbanken-Aktiengesellschaft verkauft.

Umstrukturierung in HYPO Landesbank

1998 verlegte die Bank ihren Konzernsitz nach St. Pölten. Im Jahr 1999 wurde der Anteil der ÖVAG auf 41 % erhöht. Im Jahr 2007 erwarb das Land die ÖVAG Anteile zurück und die Bank wird in die HYPO Investmentbank AG und die Niederösterreichische Landesbank-Hypothekenbank Aktiengesellschaft (HYPO Landesbank) aufgeteilt. Sie ist seit diesem Zeitpunkt wieder im 100-Prozent-Eigentum des Landes Niederösterreich.

Im September 2017 wurde der Bankbetrieb von HYPO NOE Gruppe Bank AG und HYPO NOE Landesbank AG zusammengeführt.[7] Die fusionierte Bank firmiert ab dem 23. September 2017 unter dem Namen HYPO NOE Landesbank für Niederösterreich und Wien AG.[8] Mittels Reintegration des Retail- und Wohnbaugeschäfts in die Kernbank werden die Effizienzsteigerungen im Wege einer geringeren Komplexität der Organisation sowie dem Heben von operativen Synergieeffekten sichergestellt.

Aktuelle Entwicklungen

Im Herbst 2012 eröffnete Generaldirektor Peter Harold im Namen der HYPO NOE Gruppe eine neue Konzernzentrale in St. Pölten mit einer Nettogeschoßfläche von rund 19.000 m².[9] Neben diesen Infrastruktur-Maßnahmen will sich das Unternehmen laut Vorstand auch in seinen Geschäftsfeldern weiterhin auf eine nachhaltige Entwicklung im Bundesland Niederösterreich fokussieren und erstellt dazu seit 2013 einen Nachhaltigkeit-/CSR-Bericht.[10][11]

Sponsoring und Kooperationen

Das Sponsoring der HYPO NOE konzentriert sich auf die Bereiche Sport und Kultur.  

Sport:[12]

Athletensponsoring:[12]

Kultur:[13]

Kontroversen

Gegen die HYPO NOE oder deren Organe laufen keine Strafverfahren. Sämtliche Ermittlungen wurden 2017 eingestellt, da sich keinerlei Anhaltspunkte für Verfehlungen ergeben haben.

Zum einen wurde das Ermittlungsverfahren, das die Staatsanwaltschaft vor Jahren im Zusammenhang mit abgestürzten Wertpapieren der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers eingeleitet hat, 2017 eingestellt, da sich keine Anhaltspunkte für eine Verfehlung der Organe der HYPO NOE ergeben haben.[14]

Zum zweiten „Augustus“: Hintergrund war, dass die Hypo Investmentbank im Jahr 2007 eine 20-Prozent-Beteiligung an der Augustus Funding Ltd. (Dublin) in Höhe von rund 800 Millionen Euro eingegangen ist[15] und dabei 40 Millionen Euro verspekuliert haben soll.[16] Laut Oesterreichischer Nationalbank (OeNB) und Finanzmarktaufsicht (FMA) sei bei diesen Investments die Großveranlagungsgrenze überschritten worden.[15] Die Pönale der FMA in Höhe von 58 Millionen Euro wurde im Jahr 2011 getätigt und im Jahresabschluss berücksichtigt. Diese Vorschreibung wurde von der HYPO NOE beim Verwaltungsgerichtshof angefochten, die HYPO NOE hat 2013 Recht bekommen und der Bank wurde der volle Betrag rücküberwiesen.[17]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Abfrage für BLZ 53000. In: SEPA-Zahlungsverkehrs-Verzeichnis der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). (Neuladen des Browsers erforderlich.)
  2. HYPO NOE – HYPO NOE Landesbank. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 15. Februar 2018; abgerufen am 14. Februar 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2
  3. HYPO NOE – Organisation. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 26. Januar 2018; abgerufen am 14. Februar 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2
  4. HYPO-NOE-Geschaeftsbericht-2019. HYPO NOE Landesbank für NÖ und Wien AG, abgerufen am 14. April 2020.
  5. HYPO NOE – HYPO NOE Leasing. Abgerufen am 14. Februar 2018.
  6. HYPO NOE – Über uns. Abgerufen am 14. Februar 2018.
  7. Hypo NÖ: Fusion geht über die Bühne – noe.ORF.at. Abgerufen am 14. Februar 2018.
  8. Fusion der Hypo NÖ abgeschlossen – noe.ORF.at. Abgerufen am 14. Februar 2018.
  9. Neue Hypo-NÖ-Zentrale in St. Pölten eröffnet. (noen.at [abgerufen am 14. Februar 2018]).
  10. HYPO NOE – Nachhaltigkeitsberichte. Abgerufen am 14. Februar 2018.
  11. Ethik als Verkaufsargument | Immobilien Magazin. Abgerufen am 14. Februar 2018.
  12. a b Sportsponsoring. In: Website. HYPO NOE Landesbank für NÖ und Wien AG, abgerufen am 14. April 2020.
  13. Kultursponsoring. In: Website. HYPO NOE Landesbank für NÖ und Wien AG, abgerufen am 14. April 2020.
  14. Ermittlungen gegen Hypo NÖ eingestellt – noe.ORF.at. Abgerufen am 22. Januar 2018.
  15. a b Demnächst Augustus-Stellungnahme bei FMA, Der Standard, 12. Oktober 2010
  16. NÖ verlor durch „Augustus“ 40 Millionen Der Standard, 11. September 2010
  17. Hypo NÖ: Gericht hebt 58-Millionen-Euro-Pönale auf, Die Presse, 3. Oktober 2013

Koordinaten: 48° 12′ 16″ N, 15° 37′ 58,6″ O