Belastungen im Schulbetrieb: “Kollektiv un-erzogen”? – Teil 1

Nach eine wettermäßig versöhnlichen Abschluss des Wochenende melden wir uns heute mit zwei Zwischenergebnissen zu unseren Fragen des Tages von letzter Woche! Wie bereits am Freitag berichtet, zeigt sich tendenziell eindeutig, dass eine Erweiterung der Lehrerarbeitszeit von mehr als 60 % der Teilnehmer als kontraproduktiv gesehen wird. Wir haben daraufhin die Hypothese aufgestellt, dass die attestierte “Kontraproduktivität”  von der bereits empfundenen Belastung herrührt, welche ein großer Teil der Lehrerschaft bereits aktuell verspürt.

Mehrfach belastet

In der zweiten Umfrage, im Rahmen der uns immerhin 40 Stimmen erreichten,  kristallisiert sich bislang heraus, dass es speziell die von der Gesellschaft erwartete gestiegene Erziehungsfunktion der Schule ist, welche eine übermäßige Herausforderung an einzelne Lehrer darstellt (25 % der Stimmen). Belastungen durch stark differentes Leistungsniveau und Verhaltensauffälligkeiten dürften ihren Teil dazu beitragen, warum die geplante Erhöhung der Unterrichtsstunden in keiner Relation zur bereits gegebenen Leistung der Lehrerschaft stehe.

Wir geben die Umfrage an dieser Stelle wieder und bitten Sie nochmals um Ihre Teilnahme und Ihre Kommentare!

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Ironischerweise wurde lt. Spiegel-Bericht vom März 15 der Frage nachgegangen, ob Eltern von Kindern zu Hause bleiben können, wenn Lehrende streiken, die Schule die Kinder in dieser Zeit nicht betreuen kann und die Eltern keine Ersatzbetreuung finden. Die Erziehungsfunktion würde in solchen Fällen wieder alleine den Eltern in den Schoß fallen … Wir werden demnächst schulische Erfolgsmodelle näher unter die Lupe nehmen – das vielzitierte finnische Modell fördert etwa ein rasches Eingreifen in Zusammenarbeit mit dem Elternhaus.

“Ich bin Pessimist für die Gegenwart, aber Optimist für die Zukunft.”

Wilhelm Busch (1832-1908)

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