Belastungen im Schulbetrieb (Teil 2) – “Phänomene als Lösung?”

“Phänomene” statt Fächer?

Nur ein Schelm möge beim Terminus “Phänomene” an einen metaphysischen Unterricht auf Hogwarts denken. Wenn man “Phänomen” der Erkenntnistheorie entsprechend als Ereignis fasst, dann kommt man allerdings der geplanten Schulreform des Pisa-Musterlandes Finnland schon viel näher.

Bis 2020 sollen dort nämlich Schulfächer abgeschafft sein und Themengebiete in den Fokus des schulischen Alltags gerückt werden. Herkömmliche Unterrichtsmodelle seien nicht mehr zeitgemäß, das schulische Lernen soll den Anforderungen eines 21. Jahrhunderts gerechter werden. So tönt es aus dem hohen Norden.

Teamwork statt Frontalunterricht soll das neue Lernsystem bieten. Vielleicht ein Lösungsansatz, um die Rolle des Lehrenden neu zu definieren, diesen vielleicht sogar zu entlasten und den verloren-geglaubten Schüler aus der “Prüfungsfabrik” Schule zu führen.

Lehrer Lämpel (aus: Max & Moritz, Busch)
Lehrer Lämpel (aus: Max & Moritz, Busch)

Sehen Sie als LehrerIn die finnischen Reformgedanken als gesamteuropäisches Modell der Zukunft oder die zitierten”Phänomene” eher als Phantomerscheinungen? Bringt das neue Lernsystem mehr Kooperation, Kommunikationsfähigkeit und die Möglichkeiten der Charakterbildung mit sich oder eher Verunsicherung und Destabilisierung? Ihre Meinung ist gefragt!

 

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Ab morgen werden wir uns wieder schwerpunktmäßig auf unsere Arbeitsblatt-Plattform konzentrieren und präsentieren Ihnen ein neues Feature, um Ihre Arbeitsblätter mit den lehrernachrichten.deUsern zu teilen. Lesen Sie dazu mehr am Mittwoch!

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