Der LASK ist österreichischer Fußballmeister 2025/26 – und dieses Double aus Meisterschaft und Cupsieg kommt nicht zufällig.
Noch vor wenigen Monaten wirkte die Saison der Linzer instabil. Die Leistungen schwankten, die Konkurrenz schien konstanter und viele Experten sahen Sturm Graz oder Salzburg vorne. Doch dann veränderte sich etwas Entscheidendes: Der LASK bekam wieder eine klare Identität.
Mit Dietmar Kühbauer übernahm ein Trainer das Kommando, der genau wusste, welche Mentalität dieser Klub braucht. Aggressivität gegen den Ball, schnelles Umschalten, intensive Zweikämpfe und vor allem eine Mannschaft, die emotional komplett geschlossen auftritt.
Genau das wurde in den vergangenen Monaten sichtbar.
Vom schwierigen Herbst zur dominanten Frühjahrsphase
Der Wendepunkt kam nicht durch ein einzelnes Spiel, sondern durch eine Entwicklung über Wochen hinweg.
Der LASK begann plötzlich, enge Spiele zu gewinnen. Die Mannschaft wirkte fitter, stabiler und mental deutlich stärker. Besonders auffällig war dabei die neue Balance zwischen Intensität und Kontrolle.
Während Salzburg mehrfach wichtige Punkte liegen ließ und Sturm phasenweise unter Druck geriet, spielte sich der LASK Schritt für Schritt in einen Flow.
Der Cupsieg verstärkte diesen Effekt zusätzlich.
Statt nachzulassen, gewann die Mannschaft noch mehr Selbstvertrauen – und genau dieses Momentum trug die Linzer schließlich bis zur Meisterschaft.
Mehrere Spieler machten unter Kühbauer den nächsten Schritt
Ein zentraler Faktor dieser Saison war die Entwicklung einzelner Spieler.
Vor allem in der Offensive wirkte der LASK plötzlich deutlich variabler und gefährlicher.
Moses Usor explodierte förmlich
Usor entwickelte sich zu einem der spektakulärsten Spieler der Liga. Sein Tempo, seine Tiefenläufe und seine Direktheit machten ihn für viele Gegner kaum kontrollierbar.
Gerade in den entscheidenden Saisonwochen wurde er immer wieder zum Unterschiedsspieler.
Samuel Adeniran brachte Wucht und Präsenz
Adeniran gab dem Angriff eine neue physische Dimension.
Er band Gegenspieler, arbeitete intensiv gegen den Ball und erzielte wichtige Treffer in entscheidenden Spielen. Genau dieser kompromisslose Stil passte perfekt zum Ansatz Kühbauers.
Sascha Horvath dirigierte das Spiel
Horvath war über weite Strecken das kreative Zentrum der Mannschaft.
Seine Ruhe am Ball, seine Übersicht und seine Fähigkeit, das Tempo zu bestimmen, machten ihn zu einem Schlüsselspieler im Meisterkampf.
Auch die Nebenrollen wurden plötzlich entscheidend
Spieler wie Jørgensen, Bello, Lang, Entrup, Daněk oder Kalajdžić wirkten im Saisonfinish deutlich reifer und stabiler.
Gerade diese Breite machte den Unterschied aus.
Der LASK war nicht mehr nur von Einzelaktionen abhängig – sondern funktionierte als geschlossene Einheit.
Salzburg und Sturm verloren die Kontrolle
Die Konkurrenz hatte ebenfalls starke Phasen, doch am Ende fehlte die Konstanz.
Salzburg wirkte ungewohnt fehleranfällig und verlor in direkten Duellen entscheidende Punkte. Sturm Graz spielte lange eine hervorragende Saison, konnte den Druck im Finish aber nicht vollständig kontrollieren.
Der LASK dagegen wurde genau dann stärker, als die Saison emotional am intensivsten wurde.
Das war vermutlich der größte Unterschied.
Das Double verändert die Wahrnehmung des Klubs
Diese Saison könnte für den LASK langfristig Bedeutung haben.
Denn der Klub gewann nicht nur Titel – sondern auch wieder eine klare sportliche Identität.
Die Mannschaft spielte aggressiv, modern und emotional. Gleichzeitig entstand wieder eine starke Verbindung zwischen Team und Fans.
Das Double macht diese Saison deshalb historisch.
Nicht nur wegen der Trophäen.
Sondern weil der LASK sich wieder wie ein echter Spitzenklub präsentiert hat.
Was jetzt folgt
Mit der Meisterschaft verändert sich auch die Erwartungshaltung.
Der LASK wird kommende Saison international stärker im Fokus stehen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob der Klub den Kader zusammenhalten kann.
Spieler wie Usor oder Adeniran dürften auch außerhalb Österreichs Interesse geweckt haben.
Für Kühbauer beginnt damit die nächste Herausforderung:
Aus einer Meistermannschaft ein dauerhaftes Spitzenteam zu formen.
Fazit
Der LASK gewann diese Meisterschaft nicht durch Zufall oder einen kurzen Lauf.
Die Linzer entwickelten sich über Monate zur mental stärksten Mannschaft der Liga.
Das Double war am Ende die logische Konsequenz.
Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis dieser Saison:
Der LASK ist nicht nur Meister geworden.
Der Klub ist endgültig zurück an der Spitze des österreichischen Fußballs.
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