WM 2026: Das Ende einer Ära – und der Beginn einer goldenen Zukunft? Österreichs Blick richtet sich bereits auf die EURO 2028

Nach 28 Jahren kehrte Österreich auf die größte Fußballbühne der Welt zurück. Das Ziel war ambitioniert: Die Gruppenphase überstehen und endlich wieder ein K.-o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft gewinnen. Beides gelang zumindest teilweise – Österreich erreichte die K.-o.-Phase, musste sich dort aber einer überlegenen spanischen Mannschaft geschlagen geben. Dennoch fällt das Gesamtfazit positiv aus: Die Mannschaft hat unter Ralf Rangnick einen enormen Entwicklungsschritt gemacht und besitzt eine Perspektive, die vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen wäre.

Rangnick hat Österreich wieder konkurrenzfähig gemacht

Als Ralf Rangnick das Nationalteam übernahm, fehlte Österreich häufig eine klare Identität. Heute ist sie unverkennbar: aggressives Pressing, hohe Laufbereitschaft und der Mut, auch gegen große Nationen Fußball spielen zu wollen. Diese Handschrift war bei der WM deutlich sichtbar – selbst wenn sie gegen Argentinien und Spanien nicht ausreichte. Österreich ist heute wieder ein Gegner, den niemand gerne zugelost bekommt.

Die Gewinner der WM

Alexander Schlager

Der Salzburger war über das gesamte Turnier hinweg einer der konstantesten Spieler. Mit zahlreichen starken Paraden hielt er Österreich mehrfach im Spiel und bestätigte seinen Status als Nummer eins.

David Alaba

Nach seiner langen Verletzung übernahm der Kapitän sofort Verantwortung. Nicht jeder Auftritt war fehlerfrei, doch seine Erfahrung und Führungsqualitäten waren für die Mannschaft unverzichtbar.

Kevin Danso

Der Innenverteidiger bewies, dass er auf höchstem internationalen Niveau bestehen kann. Körperlich stark, zweikampfsicher und ein wichtiger Baustein für die kommenden Jahre.

Konrad Laimer

Wie gewohnt einer der laufstärksten Spieler des Turniers. Seine Vielseitigkeit macht ihn für jede Mannschaft wertvoll.

Marcel Sabitzer

Der Dortmunder war erneut einer der kreativsten Österreicher. Mit seiner Erfahrung und Übersicht blieb er einer der Taktgeber im Offensivspiel.

Saša Kalajdžić

Sein Last-Minute-Tore rettete uns den Aufstieg. Legendär!


Wo Österreich noch zulegen muss

Die größte Baustelle bleibt die Offensive.

Gegen Jordanien funktionierte vieles, doch gegen Argentinien und Spanien wurde sichtbar, dass Österreich noch keinen Offensivspieler besitzt, der Partien auf höchstem Niveau im Alleingang entscheiden kann. Gerade im letzten Drittel fehlten Tempo, Kreativität und Effizienz.

Auch die Defensive offenbarte gegen absolute Weltklasseteams gelegentlich Probleme bei schnellen Umschaltsituationen. Diese Erkenntnisse sind wichtig – und lösbar.


Der Generationenwechsel hat bereits begonnen

Die WM 2026 könnte rückblickend als das Turnier in Erinnerung bleiben, bei dem Österreich den Staffelstab an eine neue Generation übergab.

Marko Arnautović bleibt eine prägende Persönlichkeit des österreichischen Fußballs. Mit 37 Jahren war er erneut wichtig für die Mannschaft, doch bis zur EURO 2028 wird sich der Angriff neu aufstellen müssen. Genau hier beginnt die spannende Zukunft.


Diese Spieler sollen Österreich zur EURO 2028 führen

⭐ Paul Wanner

Die Verpflichtung des offensiven Mittelfeldspielers für das ÖFB-Team war ein echter Coup. Der 20-Jährige entschied sich 2026 für Österreich und gilt aufgrund seiner Technik, Übersicht und Kreativität als einer der größten Hoffnungsträger der kommenden Jahre. Nach Stationen beim FC Bayern München spielt er inzwischen bei PSV Eindhoven und bringt internationale Erfahrung mit.

⭐ Carney Chukwuemeka

Auch der frühere englische Nachwuchsteamspieler entschied sich erst kurz vor der WM für Österreich. Der Dortmunder verbindet Dynamik, Technik und Physis – genau jene Qualitäten, die Österreich im Zentrum noch mehr Variabilität verleihen können. Rangnick sieht in ihm einen wichtigen Baustein der Zukunft.

⭐ Patrick Wimmer

Wenn fit, gehört Wimmer zu den explosivsten Flügelspielern Österreichs. Mit seinem Tempo und seiner direkten Spielweise kann er jede Abwehr vor Probleme stellen.

⭐ Saša Kalajdžić

Sein Last-Minute-Treffer gegen Algerien war einer der emotionalsten Momente der WM. Bleibt er verletzungsfrei, besitzt Österreich weiterhin einen klassischen Mittelstürmer, der Spiele im Strafraum entscheiden kann.

⭐ Romano Schmid

Der Werder-Profi entwickelt sich kontinuierlich weiter und bringt genau jene Kreativität mit, die gegen tief stehende Gegner gefragt ist.


Dahinter wächst bereits die nächste Generation

Besonders erfreulich ist, dass der ÖFB inzwischen nicht mehr nur von einer starken A-Nationalmannschaft lebt. Auch die Nachwuchsarbeit trägt Früchte.

Johannes Moser

Der offensive Mittelfeldspieler zählt zu den größten Talenten seines Jahrgangs. Mit seiner Technik, seinem Spielverständnis und seiner Torgefahr gilt er als einer der spannendsten Spieler im österreichischen Nachwuchs und könnte sich in den kommenden Jahren für höhere Aufgaben empfehlen.

Lukas Jungwirth

Der Torhüter des LASK gehört zu den vielversprechendsten österreichischen Keepern seiner Generation. Sein modernes Torwartspiel und seine Ruhe am Ball machen ihn zu einem Kandidaten für die Zukunft.

Oghenetejiri Adejenughure

Der körperlich starke Angreifer bringt genau das Profil mit, das Österreich langfristig benötigt: Tempo, Robustheit und Abschlussstärke.

Weitere Hoffnungsträger

Auch Talente wie Oliver Sorg, Emre Gazi, Lukas Kiedl und zahlreiche Spieler aus den Akademien von Red Bull Salzburg, Sturm Graz, Rapid Wien, Austria Wien und dem LASK sorgen dafür, dass der Konkurrenzkampf im ÖFB weiter zunimmt.


Die Perspektive bis 2028

Sollten die etablierten Leistungsträger gesund bleiben und sich die jungen Spieler wie erhofft entwickeln, könnte Österreich bei der EURO 2028 über eine ausgewogenere Mannschaft verfügen als jemals zuvor unter Rangnick.

Die Mischung aus Erfahrung und Talent macht Hoffnung:

  • Alexander Schlager
  • Kevin Danso
  • David Alaba
  • Konrad Laimer
  • Nicolas Seiwald
  • Marcel Sabitzer
  • Paul Wanner
  • Carney Chukwuemeka
  • Patrick Wimmer
  • Romano Schmid
  • Saša Kalajdžić

Ergänzt um die nachrückenden Talente könnte daraus ein Team entstehen, das nicht nur die Gruppenphase übersteht, sondern bei einem großen Turnier erstmals seit Jahrzehnten wieder um den Einzug ins Halbfinale mitspielt.

Fazit

Die WM 2026 war kein Scheitern, sondern ein Meilenstein. Österreich kehrte nach 28 Jahren auf die Weltbühne zurück, überstand die Gruppenphase und gewann wertvolle Erfahrungen gegen absolute Spitzennationen. Noch wichtiger ist jedoch der Blick nach vorne: Mit Spielern wie Paul Wanner, Carney Chukwuemeka, Patrick Wimmer, Saša Kalajdžić und einer talentierten Nachwuchsgeneration besitzt der ÖFB eine Basis, auf der sich aufbauen lässt.

Die Weltmeisterschaft endet – die vielleicht spannendste Phase des österreichischen Fußballs beginnt jetzt erst. 🇦🇹

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